Dienstag, 10. Mai 2005

22. Etappe: Groß und klein

Hamburg
Dieses Teilstück führte uns von Hamburgs Innenstadt durch "Planten und Blomen", am Elbufer entlang bis nach Teufelsbrück. Besonders interessant an der Wegführung und somit auch an Hamburg ist die häufig wechselnde Abfolge von groß und klein.

Zunächst ist da Planten und Blomen, was zwar eine gewisse längliche Ausdehnung besitzt, jedoch durch seine Schmalheit und auch durch die recht spärlich anzutreffenden Besucher einen sehr gemütlichen und heimeligen Charakter erhält.

Wenige Meter weiter überquert man eine riesige Durchgangsstraße und steht sodann vor einer gigantisch großen Bismarckstatue.

Nach kurzer Wegstrecke erreicht man den Platz oberhalb der Landungsbrücken, der eine hervorragende Rundumsicht auf den Hamburger Hafen mit all seinen Docks, Kränen und Ozeanriesen ermöglicht.

Nun steigt man wenige Meter herab und trifft auf den ehrwürdigen alten Elbtunnel, der nach heutigen Maßstäben eine niedliche, jedoch sehr freundliche Karikatur des vierröhrigen neuen Elbtunnels darstellt.

Am Elbufer entlang sieht man linker Hand große moderne Bürokomplexe, die nur wenig entfernt der rechts des Weges liegenden alten Övelgönner Häuser mit ihren kleinen Vorgärten und blickdichten Hecken plaziert sind.

So wandert man die gesamte Strecke und ist immer wieder fasziniert von den zahlreichen und stetig wechselnden Gegensätzen, welche dieses Teilstück so charmant erscheinen lassen.

21. Etappe: Viel los in Hamburg

Hamburg
Nach drei anstrengenden Wochen haben wir Schleswig-Holstein nun hinter uns gelassen und starteten in Bergedorf ins Abenteuer "Hamburg". Gerade an diesem Sonntag war hier so einiges an Programm geboten.

Der Hamburger Hafen feierte seinen Geburtstag (den wievielten konnten wir leider nicht eruieren), am Rothenbaum wurde Weltklassetennis gespielt, auf der Klein-Flottbeker Reitanlage fand das schwierigste Dressur- und Springderby der Welt statt, und der HSV erkämpfte sich ein mühseliges 0:0.

Dies bedeutete für uns allerdings nur eines, nämlich eine ruhige und gemütliche Hamburg-Wandertour, fast immer unter Ausschluß der Öffentlickeit, da die ja anderes zu tun hatte.

Kurz hinter Billstedt verfolgte uns für kurze Zeit ein Mann mittleren Alters nebst Hundebegleitung. Er hatte uns recht bald anhand unserer Schuhe als Wandersleute identifiziert, und schon schmetterte er uns sein Lied hinterher: "Das Wandern ist des Müllers Lust ...", allerdings in einer textlich auf originelle Art abgewandelten Form.

So ging es recht flott durch Hamburgs Osten, und schon nach 5 Wanderstunden hatten wir unser angestrebtes Tagesziel, nämlich die Alster, erreicht. Ein kurzer Blick zum dunkel drohenden Himmel genügte, und schon waren wir in den niederschlagssicheren Katakomben der U-Bahn verschwunden und machten uns auf den Weg zur Großmutter.