Nach zwei Tagen Bettruhe wegen Neles Erkältung sind wir heute weitergegangen, und zwar von Eisenerz zur Sonnschienhütte. Den ganzen Tag trafen wir keinen Menschen, und wahrscheinlich war das der Grund für die höchst seltene Begebenheit, die uns widerfuhr.
Nichts Gutes oder Böses ahnend schlenderten wir nachmittags durch ein weitläufiges Latschengebiet. Und wer steht da urplötzlich mitten auf dem Wanderpfad? Jawoll, es war ein Steinbock, der gemütlich äsend ca. 30 Meter vor uns verharrte. Es folgten ein 5minütiges Fotoshooting, wobei wir auch seine 3 Kollegen involvieren konnten. Herausgekommen ist eine sehenswerte Fotoserie, und auf einem Bild sieht man sogar Nele im Vordergrund.
Dann zogen die 4 Musketiere ein wenig weiter, wobei sie dies nicht rehlike-hektisch, sondern steinböckisch-majestätisch und sehr ruhig und entspannt taten.
Wirklich bemerkenswerte Tiere!
nele und philipp - 15. Sep, 12:17
Viele bewundern ja die unglaublichen Bauwerke der Inka und Maya, die es in Süd- und Mittelamerika zu bewundern gibt. Doch leider ist die Frage, wie diese Urvölker auf die interessante Stufenform ihrer Pyramiden gekommen sind, noch ungeklärt geblieben. Bis heute, denn heute haben wir das Vorbild der Stufenbauweise entdeckt, und zwar in dem netten österreichischen Ort Eisenerz. Dort wird seit anno dazumal Eisenerz im Tagebau gefördert. Dazu wird Gestein am örtlichen Erzberg entnommen, und so entstand in den vergangenen zigtausend Jahren eine riesige Naturpyramide, ähnlich wie die der Inka und Maya.
Wahrscheinlich ist irgendwann mal ein Österreicher mit dem Boot über den Großen Teich gefahren und hat den Urvölkern Amerikas den Trick mit der Stufentechnik verraten. Ganz einfach eigentlich.
Das würde auch erklären, wie die Österreicher zu ihrer einzigen olympischen Medaille bei den Spielen letztes Jahr in Athen gekommen sind.
Die bekamen sie nämlich in einer klassisch österreichischen Sportart, dem Segeln.
nele und philipp - 15. Sep, 12:16
Irgendwie stimmte heute etwas nicht mit der Erdanziehungskraft. Dauernd haben wir uns auf die Nase gelegt, zumeist auf diesen ekligen Bergabgeröllpassagen, wo kleine Steine wie Murmeln verstreut herumliegen und auch eine ähnliche Wirkung haben.
Dennoch haben wir die Etappe nach Radmer ohne größere Blessuren überstanden, nur ein paar Kratzer mußten versorgt werden.
Dann wollen wir mal hoffen, daß dies eine Ausnahme war und wir Morgen unsere gewohnte Trittsicherheit zurückerlangen...
nele und philipp - 15. Sep, 12:15
Heute fiel es mir wie Schuppen aus den Augen: Wir haben schon September! Das ist seit dem April der erste Monat mit einem "r" im Namen, d.h. es gibt wieder Muscheln zu essen. Weiterhin startete am 1. September laut meteorologischem Kalender der Herbst, und dies bedeutet unter anderem kälter werdende Temperaturen.
Als wir heute von Johnsbach zur Hesshütte aufstiegen, bekamen wir eine sehr angenehme September- bzw. Frühherbstkostprobe. Die Sonne ballerte ihre wärmenden Strahlen auf die Erde, der Himmel oberhalb der Gipfelgrate war tiefblau, und auch der Wind hielt sich dezent zurück. Um 15 Uhr erreichten wir unser auf 1700 m gelegenes Höhendomizil und pflanzten uns auf die Sonnenterrasse. Doch schon um 16 Uhr pfiff ein kühler bis kalter Wind um die Hütte, und als kurz darauf auch die Sonne hinter dem Berg verschwand, mußten wir uns der Kälte geschlagen geben und an den Kamin wechseln. Und dort ließ sich der September wieder richtig genießen: angenehme Temperaturen drinnen, und draußen eindrucksvolle Kletterberge unter wolkenlosem Himmel. Ein echter Hochgenuß!
nele und philipp - 15. Sep, 12:13
Viele Alpenhütten würden nicht so hervorragend funktionieren ohne Nepal. Denn dieses sympatische Land, welches die Heimat des Mount Everest, des "Daches der Welt", des "3. Poles" darstellt, ist gleichzeitig die Heimat der Nepalesen. Vielen europäischen Bergsteigern sind die Alpen mittlerweile zu klein und niedlich geworden, und so zieht es sie ins weit entfernte Himalaya-Gebirge, wo es die höchsten Berge unseres Planeten gibt. Dort angekommen, lernen sie zumeist auch Einheimische kennen, und bald kommt eins zum anderen, und es wird geheiratet. Man zieht nach Europa, doch schnell wird es dem nepalesischen Ehepartner zu stickig in den europäischen Städten. Man sucht nach einer Lösung, und diese sieht oft so aus, daß man eine Alpenhütte bewirtschaftet. Dort ist vieles noch ursprünglich und somit nepalähnlicher als drunten im Tal. Man lebt glücklich bis ans Ende seiner Tage.
Vor diesem Hintergrund lassen sich ganz einfach die vielen nepalesischen Gebetsfähnchen, die nepalesischen Ohrenmützen und die nepalesischen Mahlzeiten erklären, die es auf so mancher Alpenhütte gibt. Sie bringen noch mehr Farbe und Abwechslung in die Berge, und sind somit eine echte Bereicherung.
Hoffentlich benehmen sich die Europäer, die Nepal besuchen, genau so angenehm wie die immer freundlichen Nepalesen in den Alpen!
nele und philipp - 15. Sep, 12:12