Montag, 23. Mai 2005

28. Etappe: Wasser

Von Soltau nach Müden an der Oertze
"Wasser ist zum Waschen da", sagt meine Großmutter immer. Das ist sicherlich richtig, aber Wasser kann noch soviel mehr.

Morgens füllen Nele und ich das kühle Nass in unsere jeweils zwei Liter fassenden Trinkbeutel, um es dann im Laufe des Tages schluckweise zu konsumieren.

Später sehen wir das Wasser in diversen Flüssen oder Bächen fließen, so z.B. heute in der durch Soltau strömenden Böhme sowie in der durch Müden gleitenden Örtze.

Unterwegs hatten wir 100% Wasserbegleitung in Form eines neunstündigen Dauerlandregens, der unsere Rucksäcke und Schuhe mit reichlich Feuchtigkeit füllte.

Später, als wir unser Zimmer bezogen hatten, genossen wir den Regen weitaus mehr als in den Stunden zuvor, hatte er doch nun die angenehme Temperatur von 38 Grad.

Den wichtigsten Wasserkontakt haben wir jedoch regelmäßig abends: da trinken wir es als goldgelbliches Gebräu, garniert mit einer appetitlichen weißen Schaumhaube. Es trägt dann so seltsame Namen wie Jever, Ratsherrn oder Dithmarscher, und ist immer nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut.

Na denn, Prost!

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