Mittwoch, 8. Juni 2005

50. Etappe: SPD

Von Herdorf nach Willingen
Heute war unsere 50. Wanderung, und zwar von Herdorf zum höchsten Berg des Westerwaldes, der Fuchskaute. Wir haben in diesen 50 Tagen vieles gesehen, zum Teil auch wirkliche Raritäten. Da waren zum Beispiel Naturdenkmäler wie die Externsteine oder der Druidenstein. Oder von Menschenhand geschaffene Unikate wie die Driving Range von Haithabu oder die Kunstwerke auf dem "Weg der Sinne". Nicht zu vergessen natürlich die Beobachtung selten anzuschauender Tierarten wie Wildschweine oder Bergmolche.

Heute jedoch haben wir ein wirklich ganz besonders seltenes Lebewesen erlebt, eine echte Rarität sozusagen. Nein, es war weder das Schnabeltier noch der Quastenflosser, die unseren Weg kreuzten. Es war, und das muß man sich in der heutigen Zeit einmal vorstellen, das selten gewordene Exemplar eines bekennenden SPD-Wählers!

Er wanderte durch den Regen und fand genau in der Hütte unterschlupf, in der auch wir pausierten. Wir kamen ins Gespräch, und als wir uns dann als Krefelder outeten, kommentierte er dies mit den Worten, daß wir aufgrund der NRW-SPD-Wahlniederlage unmittelbar verantwortlich für den nun zu erwartenden Regierungswechsel auf Bundesebene und alle damit verbundenen negativen Folgen seien. Er jammerte darüber, daß seine Rente, die ja jetzt schon zu niedrig sei. dann weiter gekürzt würde. Und das, obwohl er 46 Jahre geklebt und drei Kinder "in Lohn und Brot" hätte. Tragisch.

Naja, wir haben ihm dann einen Keks angeboten, den er auch dankend annahm und alsgleich verspeiste. Hoffentlich ist er nun nicht mehr sauer auf uns. Wo wir doch aus NRW kommen...

Und nun noch ein kurzer Gruß an den netten Obstverkäufer aus Herdorf: Dein Obst hat uns diesen regenreichen Tag gut überstehen lassen. Danke und viele Grüße!

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