77. Etappe: Rheumadecken
Unsere Nachtruhestätte hätte einen Ehrenplatz bei Dalli-Dalli erhalten können. Damals fragte Hans Rosenthal seine Kandidaten, welche Gegenstände in diesem Raum nach den 60er Jahren eingebaut worden seien. Wir haben gestern Abend dieses Spiel ausprobiert und konnten leider nur den 80er Jahre Heizungsregler entdecken. Alles andere war original 1965 und älter, und wer mal eine Nostalgie- oder Zeitreise machen möchte, dem sei dieses Haus wärmstens ans Herz gelegt.
Aber nicht nur Zeitsprungexperten kommen auf ihre Kosten, auch die Freunde der gepflegten Rheumadecke sind hier gut aufgehoben. Gleich busweise werden hier potentielle Käufer aus aller Herren Bundesländer angekarrt, und keiner muß befürchten, er komme ohne Rheumadecke wieder heim. Früher, in den Kindertagen dieser Kaffeefahrten, gab es einen Vorturner, der sowohl den Marktschreier, als auch den Kassierer mimte. Heute ist das alles deutlich professioneller organisiert.
Zwei attraktive und in schicken Kostümen aufgebrezelte Blondinen bedienen abwechselnd die Power-Point-Präsentation sowie die Kasse. Dritte Kraft im Bunde ist dann noch der zwei mal einen Meter Große bzw. Breite Bodyguard, welcher zum einen die beiden Mädels beschützt, zum anderen aber auch allzu kritischen Veranstaltungsteilnehmern meinungsbildend zur Seite steht. Beispiel:
Teilnehmer: "Die Rheumadecke gibts beim Aldi für die Hälfte!"
Bodyguard (stehend und von oben herab): "Und trotzdem bin ich mir sicher, daß gerade Sie hier zwei Decken kaufen werden, nicht wahr..."
Das ist modernes Marketing, da wird dem Kunden die Entscheidung wirklich leicht gemacht!
Naja, schweren Herzens sind wir dann trotzdem weitergewandert, und auch ohne Rheumadecke haben wir unser Tagesziel Titisee wohlbehalten erreicht.
Aber nicht nur Zeitsprungexperten kommen auf ihre Kosten, auch die Freunde der gepflegten Rheumadecke sind hier gut aufgehoben. Gleich busweise werden hier potentielle Käufer aus aller Herren Bundesländer angekarrt, und keiner muß befürchten, er komme ohne Rheumadecke wieder heim. Früher, in den Kindertagen dieser Kaffeefahrten, gab es einen Vorturner, der sowohl den Marktschreier, als auch den Kassierer mimte. Heute ist das alles deutlich professioneller organisiert.
Zwei attraktive und in schicken Kostümen aufgebrezelte Blondinen bedienen abwechselnd die Power-Point-Präsentation sowie die Kasse. Dritte Kraft im Bunde ist dann noch der zwei mal einen Meter Große bzw. Breite Bodyguard, welcher zum einen die beiden Mädels beschützt, zum anderen aber auch allzu kritischen Veranstaltungsteilnehmern meinungsbildend zur Seite steht. Beispiel:
Teilnehmer: "Die Rheumadecke gibts beim Aldi für die Hälfte!"
Bodyguard (stehend und von oben herab): "Und trotzdem bin ich mir sicher, daß gerade Sie hier zwei Decken kaufen werden, nicht wahr..."
Das ist modernes Marketing, da wird dem Kunden die Entscheidung wirklich leicht gemacht!
Naja, schweren Herzens sind wir dann trotzdem weitergewandert, und auch ohne Rheumadecke haben wir unser Tagesziel Titisee wohlbehalten erreicht.
nele und philipp - 7. Jul, 23:13
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