80. Etappe: Wutach
Schon mal was von einem schizophrenen Fluß gehört? Wir auch nicht, bis wir heute durch die in Europa einzigartige Wutachschlucht wanderten. Hier versammeln sich auf engstem Raum 1200 Pflanzenarten, 570 Schmetterlingsarten und über 1200 Vogelarten. Und tatsächlich, wenn man entlang der teilweise 80 Meter hohen Steilwände zum Flußufer hinabgestiegen ist, hat man wirklich das Gefühl, in einer dschungelartigen Welt gelandet zu sein. Ein Berggorilla würde sich hier sicher wohlfühlen.
Warum ist ein so malerischer Fluß dann schizophren?
Nun, dieser Fluß entspringt auf dem Feldberg als kleines Bächlein mit dem harmlosen Namen "Ach". Kurz darauf stürzt er sich zu Tal und durchfließt den wunderschönen abgelegenen Feldsee, in dem ähnliche Viecher wie im Loch Ness ihr Unwesen treiben sollen. Leicht verunsichert plätschert er ruhig weiter in den touristenumlagerten Titisee, und wer Titisee heißt, leidet mal mindestens an einer kräftigen Profilneurose.
Um den Fluß im weiteren Verlauf bei Laune zu halten, wird er ab dem Titisee nicht mehr "Ach", sondern unter Hinzufügung des Adjektives "gut" die gute Ach, bzw. Gutach genannt.
Wieder einige Kilometer weiter trifft dann die hasserfüllte Haslach auf unsere liebe nette Gutach, und daß das nicht gut gehen kann, liegt ja auf der Hand. Beide Flüsse sind an dieser Stelle so wütend aufeinander, daß sie ihre Identität verleugnen und sich ab hier "wütende Ach", also Wutach nennen. Und mit dieser Wut im Bauch hat sich die Wutach ein tiefes Flußbett in den Schwarzwälder Fels gegraben, und dabei ist sie so stinkig geworden, daß sie ein ganzes Stück sogar das Tageslicht fürchtet und unterirdisch, sozusagen als "Fluß der Unterwelt", ihr Dasein fristet, um erst später wieder das Licht der Welt zu erblicken.
Angesichts dieser ganzen Begebenheiten muß man leider diagnostizieren: dieser Fluß hat `ne Macke.
Warum ist ein so malerischer Fluß dann schizophren?
Nun, dieser Fluß entspringt auf dem Feldberg als kleines Bächlein mit dem harmlosen Namen "Ach". Kurz darauf stürzt er sich zu Tal und durchfließt den wunderschönen abgelegenen Feldsee, in dem ähnliche Viecher wie im Loch Ness ihr Unwesen treiben sollen. Leicht verunsichert plätschert er ruhig weiter in den touristenumlagerten Titisee, und wer Titisee heißt, leidet mal mindestens an einer kräftigen Profilneurose.
Um den Fluß im weiteren Verlauf bei Laune zu halten, wird er ab dem Titisee nicht mehr "Ach", sondern unter Hinzufügung des Adjektives "gut" die gute Ach, bzw. Gutach genannt.
Wieder einige Kilometer weiter trifft dann die hasserfüllte Haslach auf unsere liebe nette Gutach, und daß das nicht gut gehen kann, liegt ja auf der Hand. Beide Flüsse sind an dieser Stelle so wütend aufeinander, daß sie ihre Identität verleugnen und sich ab hier "wütende Ach", also Wutach nennen. Und mit dieser Wut im Bauch hat sich die Wutach ein tiefes Flußbett in den Schwarzwälder Fels gegraben, und dabei ist sie so stinkig geworden, daß sie ein ganzes Stück sogar das Tageslicht fürchtet und unterirdisch, sozusagen als "Fluß der Unterwelt", ihr Dasein fristet, um erst später wieder das Licht der Welt zu erblicken.
Angesichts dieser ganzen Begebenheiten muß man leider diagnostizieren: dieser Fluß hat `ne Macke.
nele und philipp - 12. Jul, 14:03
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