Montag, 5. September 2005

125. Etappe: Kreuzotter

Nach dem gestrigen Feuersalamander können wir heute wieder eine Begegnung mit einem seltenen Kriechtier vermelden, nämlich mit einer leibhaftigen Kreuzotter.

Wir hatten soeben den Hauptteil der zu erklimmenden Höhenmeter erreicht und befanden uns 1600 Meter über dem Meer kurz vor der Hofpürglhütte. Da das Wetter ausnahmsweise mal mitspielte, genossen wir eine herrliche Fernsicht auf das Großglocknermassiv und den Hochkönig. Die Grundeinstellung war schlicht und ergreifend positiv.

Doch was war das? 60 cm lang, schnell schlängelnd, auf dem Rücken mit einem gefährlichen Zickzackmuster versehen, bedrohte uns eine wild zischende Kreuzotter. Dieses grausame, furchterregende, horrende, giftige und menschenfressende Monster sah auf einmal ganz niedlich aus. Dennoch fingen wir nicht mit zutraulichem Getätschel an, so wie Nele es vorzugsweise mit jedem dahergelaufenen Rindvieh praktiziert. Aber irgendwie schlossen wir doch Freundschaft, und jeder ging alsbald seiner Wege.

Was für eine glückliche Sommergeschichte...

Trackback URL:
http://birdieman.twoday.net/stories/951255/modTrackback