Montag, 5. September 2005

131. Etappe: Hüttenmagnet

Was soll das denn nun wieder sein? Haben Hütten mittlerweile ein magnetisches Feld eingebaut, das die Kompassnadel des Bergwanderers beeinflußt?

Beinahe könnte man diese Frage mit "Ja" beantworten.

So wie jeder Golfer das 19. Loch herbeisehnt, freut sich der Bergwanderer auf den Anblick seiner Zielhütte. Dabei ist es relativ egal, ob diese dann noch weit entfernt oder schon recht nah ist. Auf alle Fälle wirkt ab dem Zeitpunkt des Erblickens der sogenannte Hüttenmagnet. Dieser beeinflußt die Wandermotivation auf besonders positive Art und legt ungeahnte Kräfte frei. Geplante Ruhepausen werden rigoros ignoriert, da ja der Hüttenmagnet einem suggeriert: Kaiserschmarrn, Spaghetti, und reichlich Radler!

Heute, auf unserem Teilstück durchs Tote Gebirge von der Pühringer Hütte zum Prielschutzhaus, hat der Hüttenmagnet wieder einmal zugeschlagen. Die letzten 300 Höhenmeter vergingen wie im Fluge, und ruckzuck saßen wir beim Abendessen.

Bei Spaghetti und Radler!

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