Dienstag, 20. September 2005

145. Etappe: Wintereinbruch

Die ganze Nacht schüttete es aus Kübeln, doch wenn man im trockenen warmen Bettchen liegt, lässt sich das ganz gut aushalten. Als am Morgen der Regen jedoch anhielt und den kompletten Tag durchhielt, war das alles nicht mehr so prickelnd. Dazu kam eine Wettervorhersage, welche ein Sinken der Schneefallgrenze auf 1400 Meter prognostizierte - na denn Prost Mahlzeit.

Dennoch stiefelten wir um 10 Uhr los, und erreichten nach 4 Stunden stetigen Anstiegs bei Dauerregen und Dauernebel eine bewirtschaftete Almhütte.

Nix wie rein, war die Devise!

Nach wenigen Minuten waren unsere Knochen von der wohligen Hüttenwärme aufgetaut, und ruckzuck gings uns wieder gut. Und als der Hüttenwirt uns mitteilte, daß unsere Zielhütte nur noch eine viertel Stunde entfernt sei, waren wir richtig glücklich.

Dort trudelten wir gegen 15.30 Uhr ein, und konnten noch die letzten Takte eines klassischen Bergkammerkonzertes miterleben. Als dieses beendet war und sämtliche Zuhörer per Bus ins Tal gefahren waren, stellten wir fest, daß wir die einzigen Bekloppten waren, die heute "freiwillig" die Schneealpenhütte erwandert hatten.

Kein Wunder, bei dem Sauwetter! Aber eine Alpenhütte für sich alleine zu haben, ist ein nicht zu verachtender Luxus, vor allem wenn die Hüttenwirtin nett ist und einem große Portionen Kaiserschmarrn auftischt, auch wenn der gar nicht auf der Karte steht. Hmmm, war das lecker!

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