Donnerstag, 22. September 2005

148. Etappe: Der letzte Zweitausender

Ach herrje, wie die Zeit doch verfliegt. Im einen Moment hängt man noch in Flensburg rum und erwartet in weiter Ferne die ersten Mittelgebirgshügel, und ehe man sichs versieht ist man 3000 km gelaufen und hat schon den letzten Tourzweitausender abgehakt.

Der aber hatte es so richtig in sich! Wir gingen morgens um 9 im Weichtal, welches auf 563m liegt los: sanfter Regen und leichte Brise. Als wir 5 Stunden später dann auf dem Gipfel des 2075m hohen Klosterwappens standen, waren wir umgeben von dichtem Nebel, Eisregen mit Graupelzusätzen, stürmischem Wind und 2 Grad unter Null kalter Luft. Glücklicherweise wartete nur 10 Minuten entfernt die Fischerschutzhütte. Der dortige Wirt machte ein ziemlich ungläubiges Gesicht, als er die ersten beiden bekloppten Tagesgäste begrüssen konnte. Dennoch erhielten wir heiße Suppen zum wohlverdienten Aufwärmen. Und wenn man dann still und leise die wohlschmeckende Speise in sich hineinschlürft und seinen Gedanken nachhängt, kommt man ganz schnell zu dem Schluß, daß das besondere dieses Gipfels nicht die Kletterei oder die Aussicht oder die Höhe ist, sondern das Wetter und die Belohnungssuppe.

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